Freitag, 15. Mai 2009

21st Century Breakdown


So lautet der Titel des heute erschienenen, neuem Green Day Albums, das geschätzte 100 Jahre auf sich warten ließ. Es waren ja aber "nur" knapp 5 Jahre. ;)

Auf diesen Tag hab ich mich seit der ersten Ankündigung gefreut und das lange Warten hat sich auf ganzer Linie gelohnt. Das Album ist von vorn bis hinten sowohl musikalisch als auch textlich hochgradig. Es ist in alter Green Day-Manier, und wie der Titel vermuten lässt, teilweise sehr politisch veranlagt.

Eingeleitet wird das Spektakel durch das Stück "Song of the Century", ein kurzer und ruhiger Song von 57 Sekunden. Man kann es die Ruhe vor dem Sturm nennen.

"Sing us a song of the century
That's louder than bombs
And eternity
The era of static and contraband
That's leading the song of the century
Of panic and promise and prosperity
Tell me a story into that goodnight
Sing us a song for me."

Es folgt eine Überleitung in das nächste Stück, mit dem Namen des Albums "21st Century Breakdown". Das Lied startet in der Überleitung, sodass es anfangs ruhig ist. Nun kommt ein Liedintro, das seinesgleichen sucht, aus dem ruhigem Anfang geht praktisch ein musikalisches Feuerwerk hervor.

Die ersten Textstellen stellen praktisch das gesamte Album vor:

"Born into Nixon I was raised in hell
A welfare child where the teamsters dwelled
The last one born and the first one to run
My town was blind from refinery sun

My generation is zero
I never made it as a working class hero"

Diesem explosiven Stück Musik folgt nun die erste veröffentlichte Single "Know your Enemy".

Die Hauptaussage dieses Liedes ist wohl, wie so oft und Green Day-typisch, gegen die oberen Schichten gerichtet.

Viva La Gloria nennt sich der 4. Titel, welcher von einer Ikone berichtet, die in ihrer Generation unterging, jedoch nach vorne blicken soll und den anderen den Weg weisen soll.

Meiner Meinung nach eines der besten Stücke dieses Albums. Auch hier haben wir wieder einen ruhigen Anfang, der in eine schnelle musikalische Nummer mündet.

Ein weiteres sehr gelungenes Stück, sowohl musikalisch als auch textlich, nennt sich "Last Night on Earth", wobei es sich um eine Liebeshymne an eine ganz besondere Person handelt.

"I text a postcard, sent to you
Did it go through?
Sending all my love to you
You are the moonlight of my life every night
Giving all my love to you
My beating heart belongs to you
I walked for miles 'til I found you
I'm here to honor you
If I lose everything in the fire
I'm sending all my love to you"

Eine der wenigen langsamen Nummern dieser Platte.

Eine weitere Nummer um eigenes Leid und die Befreiung ist "Peacemaker", die einen selbst in den Vordergrund einer verdammten Generation stellt, die selbst nicht weiß wohin. Ein Lied mit einem sehr eingängigen Rhytmus und einer großen Aussage.

"Murder City" ist wieder eine regelrechte Explosion, sehr schnell, sehr laut, sehr eingängig.

"Restless Heart Syndrome" ist ein recht langsames Stück, sehr depressiv.

"I've go a really bad disease
It's got me begging
On my hands and knees
Take me to the emergency
'Cause something seems to be missing
Somebody take the pain away
It's like an ulcer bleeding in my brain
Send me to the pharmacy
So I can lose my memory
I'm elated
Medicated
Lord knows I tried to find a way to run away"

_____________________

"I'm not fucking around
I think I'm coming out
All the deciever and cheaters
I've think we've got a bleeder right now
Want you to slap me around
Want you to knock me out
Well, you missed me kissed me
Now you better kick me down"

Die Einleitung zu "Horseshoes and Handgrenades".

Laut. Explosion. Befreiungsschlag.

Das Album klingt mit "21 Guns" nun langsam wieder aus.

"Do you know what's worth fighting for
When it's not worth dying for?
Does it take your breath away
And you feel yourself suffocating?

Does the pain weigh out the pride?
And you look for a place to hide?
Did someone break your heart inside?
You're in ruins

One, 21 guns
Lay down your arms, give up the fight
One, 21 guns
Throw up your arms into the sky
You and I"

Das Meisterwerk wird durch "See the Light" beendet und es schließt auch den Kreis.

"I crossed the river
Fell into the see
Where the non-believers
Go beyond belief
Then I scratched the surface
In the mouth of Hell
Running out of service
In the blood I fell

I just want to see the light
I don't want to lose my sight
I just want to see the light
I need to know what's worth the fight"

American Idiot wurde als "Rockoper" getauft. Sie bewiesen damit, dass sie nun endlich erwachsen geworden sind. Doch dieses Album übertrumpft das grandiose Vorgängeralbum noch einmal.

Jeder, der mit dieser Musikrichtung nur annähernd etwas anfangen kann, ist dazu aufgerufen diesem Album eine Chance zu geben und sich einfach hineinfallen zu lassen und in der Musik zu baden.




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